09.06.2019

Für uns ist jetzt die Zeit, Abschied zu nehmen. Und für die Welpen beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Ob als Schulbegleithund, Familienhund mit sportlichen Ambitionen, als treuer Begleiter eines alleinstehenden Menschen im verdienten Ruhestand oder als Trüffelhund auf einer Trüffelplantage; sie werden ihren Weg gehen. Als verantwortungsbewußte Züchter schaffen wir durch die sorgfältige Auswahl des Deckrüden und die gezielte Prägung und spätere Sozialisierung der Welpen die Voraussetzungen für ein harmonisches Miteinander mit dem Menschen in seiner Umgebung. Aber alles Weitere liegt in der Hand der neuen Besitzer.
Und klar sollte sein: Der Hund macht keine Fehler. Fehler macht immer der Mensch, dem der Hund anvertraut wurde.
Alles Gute, ihr C’s.






02.06.2019

Dieses letzte Wochenende zusammen mit allen Welpen war besuchsfrei und wir hatten noch einmal die Gelegenheit, uns alle ausgiebig mit den Kleinen zu beschäftigen. Bei herrlichem Wetter waren sie die meiste Zeit im Garten und haben sich bald ihre Lieblingsplätze gesucht. Wirklich schön zu sehen ist auf der einen Seite ihr ausgepägtes Selbstbewußtsein und auf der anderen Seite das Bedürfnis nach menschlichem Kontakt. Mit den Zweibeinern zu kuscheln ist für sie das Größte. So ist Zeit, noch einmal Kraft zu tanken. Denn die nächste Woche wird turbulent.
Am Montag besucht uns die Tierärztin und die Welpen werden noch einmal gründlich untersucht, anschließend geimpft und gechipt. Am Mittwoch wird eine unabhängige Zuchtwartin des VDH die Wurfabnahme durchführen und neben der Bewertung der Haltungs-, und Aufzuchtbedingungen und dem Zustand von Amy auch Protokolle über jeden einzelnen Welpen erstellen, die den neuen Besitzern zu eröffnen und auszuhändigen sind. Danach sind alle Vorbereitungen für den Auszug abgeschlossen und am Donnerstag abend wird die braune Carlotta, gen. Cara als Erste ins neue Zuhause umziehen. Bis Sonntag haben wir uns dann von allen Welpen verabschiedet. Nach einer gründlichen Reinigung des Holzhauses in der Folgewoche sollte dann wieder Ruhe einkehren. Für Amy und Frauchen ist bereits der nächste einwöchige Man Trail Workshop in Dänemark gebucht. Sie haben es sich verdient.



30.05.2019

Ab jetzt geht es in die konkreten Vorbereitungen für ein Leben im neuen Zuhause, in das die Welpen in sieben bis zehn Tagen einziehen werden. Vieles können wir bereits jetzt üben.
Zur Zeit werden die Welpen noch viermal am Tag gefüttert. Am Samstag wird auf die dreimalige Fütterung, so wie es auch die zukünftigen Welpenbesitzer tun werden, umgestellt. Nach den Ruhepausen im Haus wird jeweils ein Ausflug in den Garten arrangiert, damit die Welpen sich lösen können. Morgens um sechs Uhr, nach der Nachtruhe, gehts ebenfalls sofort raus und abends um neun ist der letzte Ausflug beendet. Das hat zur Folge, dass keiner der Kleinen mehr Kot im Innenauslauf absetzt. Sie warten bereits jetzt auf ihren Ausflug, um sich zu lösen.
Gefüttert wird jetzt ebenfalls im Garten. Während die Welpen anfangs in Ruhe und ohne Ablenkung fressen sollten, müssen sie jetzt lernen, auch unter Ablenkung Futter aufzunehmen. Gute Fresser erleichtern später den Umgang mit dem Hund vor allem auf Reisen.




26.05.2019

Bereits am frühen Morgen dreht sich alles um die Welpen. Nach dem Aufstehen gegen 06:00 gehts für alle erst einmal schnell in den Garten. Hier wird das Geschäft erledigt und so der Grundstein für die spätere Stubenreinheit gelegt. Danach gabs heute den ersten Kontakt mit einem Wackelbrett. Dies trainiert die Motorik und stärkt das Selbstbewußtsein. Außerdem macht es ganz offensichtlich Spaß. 



Es sieht aus wie draufgestellt, aber die Welpen haben das Wackelbrett freiwillig und ohne Anleitung im Spiel erkundet. Da sie dieses Brett aber weder aufessen noch damit kämpfen können, war es schnell langweilig und eine andere Beschäftigung mußte gefunden werden.



25.05.2019

Es ist an der Zeit, die täglichen Dinge des Lebens zu üben. Und dazu gehört auch der Transport in einer Box im Auto. Mit den Geschwistern machts am meisten Spaß und so wird der erste Ausflug auch gleich mit einem Antrittsbesuch bei unserer Haustierärztin verbunden. Das Autofahren klappte ohne Probleme, hat aber auch nur wenige Minuten gedauert.



Wenn die Zeit drängt, dann wird auch mal eben ein Termin bei der Kosmetikerin unterbrochen.
Eine tiermedizinische Fachangestellte, Physiotherapeutin für Pferde und Hunde sowie Hundetrainerin als Familienmitglied zu haben, ist bei einer Hobbyzucht natürlich von Vorteil. Wenn dann auch noch mit Herzblut bei der Welpenaufzucht geholfen wird, machts richtig Spaß und es gibt abends viel zu besprechen. Allerdings sind die Nächte immer noch kurz und nachdem in den ersten Wochen niemand länger als zwei bis drei Stunden am Stück geschlafen hat, sind die Welpen jetzt vor allem auch durch ihre Ausflüge in den Garten derart müde, daß sie schon fast durchschlafen. Nur noch einmal muß nachts sauber gemacht werden.



Und so werden alle Welpen mit Ruhe und Geduld nach einer kurzen Autofahrt einzeln gewogen und der Tierärztin zu einem (für die Welpen) spielerischen Check vorgestellt. Ohne negative Verknüpfungen und mit viel Lob wird jeder Welpe einer kurzen Untersuchung unterzogen. Heute dient es dazu, die Welpen an die fremde Umgebung zu gewöhnen und zu vermitteln, daß ein Tierarztbesuch etwas völlig unkritisches ist. Die richtige Untersuchung wird spätestens vor dem Impfen und Chipen stattfinden. Dies findet dann allerdings in der gewohnten Umgebung im Holzhaus statt. Die Welpen werden den Pieks nicht mit einer Tierarztpraxis verknüpfen.




24.05.2019

Die Zeit im Innenauslauf wird jetzt immer kürzer und bei gutem Wetter spielen die Welpen gern im Garten. Es gibt viel zu erkunden und kennenzulernen und die Gruppe gibt ihnen die Sicherheit, daß nichts Schlimmes passieren wird. Außerdem sind ja die zweibeinigen Begleiter und auch Amy immer vor Ort.




Ein Portrait, sicherlich keins mit dem man einen Fotowettbewerb gewinnt, aber es ist außerordentlich schwierig, diese wuseligen Kleinen ordentlich zu fotografieren.
Trotzdem finde ich es hübsch genug, um es zu posten.



20.05.2019

Dieses Bild dokumentiert eines der letzten Male, an denen Amy die Welpen säugen wird. Sie hat jetzt fast abgestillt und 95% der Welpennahrung besteht bereits aus Welpenfutter. Wenn die Welpen entscheiden könnten, würden sie wohl noch einige Monate gesäugt werden wollen. Amy ist es aber mittlerweile unangenehm, mit den Krallen und den spitzen Zähnen bearbeitet zu werden. Und weil die Milchproduktion jetzt auch fast komplett eingestellt ist, wird zeitnah Schluß mit dem Säugen sein. 



17.05.2019

Der Auslauf kann aufgrund der guten Witterung bereits heute erweitert werden. Wir erwarten ein sonniges Wochenende und die Welpen bekommen jetzt ganz viele neue Eindrücke. Immer mit Augenmaß, haben sie jetzt die Möglichkeit, den Garten zu erkunden. Sobald die Bewegungen weniger werden, gehts zurück ins Holzhaus und geschlafen wird im Innenauslauf.




16.05.2019

Während der ersten Wochen ging es in erster Linie um die Überwachung des Aufwuchses und der Hündin. Sind alle Welpen regelmäßig an den Zitzen? Stimmt die tgl. Gewichtszunahme? Wie sieht der Stuhl aus? Ist u. U. Durchfall zu befürchten? Wie verläuft die Rekonvaleszenz von Amy? Hält sie ihr Gewicht während des Säugens? Wie sehen die Zitzen aus? Staut u. U. Milch in der Milchleiste? Droht eine Mastitis? Wie ist die Körpertemperatur? Bildet sich die Gebärmutter so zurück wie sie soll. Hat Amy Ausfluß, wenn ja, wie sieht der aus? Fragen über Fragen und alles muß mit der nötigen Ruhe und Professionalität abgearbeitet werden.
Diese Sorgen sind von gestern.
Jetzt fängt es an, spannend zu werden und der "Nichthundeliebhaber" würde sagen, es ist Arbeit. Die Welpen erkunden jetzt ihre Umgebung und bekommen immer mehr Freigang. Wir halten die Hausaufzucht für außerordentlich wichtig und werden die Kleinen bis zur Abgabe mitten unter uns Menschen großziehen. Einbezogen wird jetzt die Terrasse und später auch der Garten. Deutlich zu erkennen ist das Selbstbewußtsein, mit dem die Welpen ihre Umgebung erkunden. Die kurzen, neuen Eindrücke, die die Welpen jetzt erleben, reichen aus, um sie hungrig und müde zu machen. Uns macht es einfach Spass.





11.05.2019

Nach einer bewegten Woche ist jetzt wieder Zeit ein paar aktuelle Informationen über die sieben Zwerge zu veröffentlichen. Alle Welpen entwickeln sich ihrem Alter entsprechend und daher haben wir den Aktionsraum für sie erweitert. Ein verstellbarer Auslauf erlaubt das Verlassen der Wurfkiste und eine Transportbox gehört ebenfalls zur Ausstattung. Spielerisch gewöhnen sich die Welpen daran, zusammen mit ihren Geschwistern etwas Zeit innerhalb der Kiste zu verbringen und lernen, daß dies nichts Negatives ist. So können sie später einfacher daran gewöhnt werden, im Auto oder auch im Haus eine bestimmte Zeit in einer Transportbox zu verbringen.
Amy säugt jetzt nur noch zweimal am Tag und nur noch im Stehen. So ist ihre Milchleiste vor den doch schon spitzen Krallen geschützt. Aber da auch die Zähne der Welpen eingeschossen sind, ist es an der Zeit, in den nächsten Tagen abzustillen.



03.05.2019

Heute mal ein Vergleich mit einem ähnlichen Bild von vor etwa drei Wochen. Die Welpen haben an Gewicht und Größe deutlich zugelegt, wobei sie nach übereinstimmender Aussage ihrer zukünftigen Besitzer auf den Bildern größer aussehen als in der Realität. Bis heute Abend werden fast alle Welpen ihre zukünftigen Familien kennengelernt haben.





01.05.2019

Besuchszeit. Die Welpen kommen am Sonntag in die fünfte Woche. Diese Zeit sollte genutzt werden, um sie neuen Reizen auszusetzen. Ihr Immunsystem ist jetzt weitgehend entwickelt und sie haben genügend Abwehrkräfte auch gegen fremde Keime, wenn bestimmte hygienische Bedingungen eingehalten werden. So war der Besuch ihrer Halbschwester Amber eine willkommene Abwechslung an der Wurfkiste. Mit Interesse haben sie den Neuzugang begrüßt und auch Mutter Amy hatte keinerlei Stress mit dem Besuch. Am Wochenende werden fast alle zukünftigen Welpenbesitzer ihren Welpen erstmals begrüßen können und sich vom guten Zustand und den hoffentlich doch ausgezeichneten Haltungsbedingungen überzeugen. Teilweise werden weite Anreisen inkauf genommen und gerade auch unsere Ersthundebesitzer können, wenn gewünscht, eine fundierte Beratung mit vielen Informationen rund um den Hund erwarten. Eine eigens dafür geschriebene kleine Welpenfibel wird jetzt erstmals zum Einsatz kommen. Zusätzlich hat die Firmentierärztin unseres Futtermittelherstellers versprochen, das nach unserer Auffassung sehr gute Informationsbüchlein über Welpenaufzucht, Erziehung und Haltung in digitaler Form zur Verfügung zu stellen.



Die Welpen sich wirklich hübsch anzuschauen und es macht viel Spaß, sie in der Wurkiste zu beobachten. Da ist es verständlich, daß wir immer wieder Anfragen bekommen, ob ein Besuch bei uns möglich ist. Wir bitten um Verständnis, daß wir in den ersten Wochen aufgrund des noch nicht entwickelten Immunsystems keinerlei Besuch zu uns einladen. Und in der darauf folgenden spannenden Zeit ist die Möglichkeit eines Besuches durch für uns fremde Personen ausschließlich unseren zukünftigen Welpenbesitzern vorbehalten. Mit uns bekannten Personen und Hunden werden wir dosiert die Welpen auf alles Fremde außerhalb der Wurfkiste vorbereiten.



27.04.2019

Jetzt wird es richtig zeitintensiv. Die Welpen kommen in die vierte Woche und werden ab jetzt zugefüttert. Am Anfang noch etwas ungeschickt, lernen sie dann sehr schnell was ein Futternapf ist und wann die Mahlzeiten kommen. 



22.04.2019

Die Welpen nehmen jetzt Geräusche wahr. Etwas später als mit dem Sehen klappts jetzt auch mit dem Hören. Außerdem kennen die Welpen bereits den Eingang zur Wurfkiste und erwarten dort die Mutter zur nächsten Fütterung. Amy ist längst nicht mehr nur bei den Welpen. Sie ruht sich jetzt bei uns außerhalb der Wurfkiste aus und schaut regelmäßig bei den Welpen nach dem Rechten, säubert die Wurfkiste und säugt die Welpen. Da haben wir die Zeit, uns mit  für uns recht neuen Erkenntnissen aus der Hundezucht zu beschäftigen. So gibt es z.B. die neurologische Frühstimulation (Bio Sensor Program), entwickelt durch das U.S. Militär. Es besteht aus mehreren Übungen und soll u.a. zu einer erhöhten Streßtoleranz und einer besseren Widerstandskraft gegenüber Krankheiten führen. Das zweite interessante Thema ist die Epigenetik, die sich mit der Aktivierung bzw. Deaktivierung von Genen aufgrund von Umwelteinflüssen beschäftigt. Dies hätte zur Folge, daß sich sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen der Mutterhündin und des Deckrüden im Genmaterial der Welpen wiederfinden. Interessante Themen und wir werden schauen, welche weiteren Erkenntnisse es im Laufe der nächsten Jahre geben wird, ohne unsere kleine Hobbyzucht zu sehr zu "verwissenschaftlichen".



21.04.2019

Trotz des schönen Osterwetters ist es nachts noch recht kalt im Holzhaus. Daher kommt die Wärmelampe und auch die Heizdecke zum Einsatz. Offensichtlich gefällt es den Welpen und sie können sich ganz auf ihr Wachstum konzentrieren. Die Krallen der Welpen werden heute das erste Mal gekürzt. Sie sind bereits so lang und scharf, daß sie ansonsten Verletzungen am Gesäuge verursachen könnten. Und das ist so ziemlich das Letzte, was wir hier brauchen.
Noch hält Amy die Wurfkiste peinlich sauber. Aber spätestens wenn ab Anfang der vierten Woche zugefüttert wird, müssen wir sie dabei unterstützen. Das heißt, zwei bis drei Mal pro Nacht wird sie uns wecken und dann heißt es Unterlagen wechseln und putzen. Tagsüber ist immer jemand an der Wurfkiste um beim Saubermachen zu helfen. Wir werden bis zum Auszug der Welpen etwa 1000 Klinikunterlagen verbrauchen. 





19.04.2019

Tag 13 in der Wurfkiste ist angebrochen. Mittlerweile haben alle Welpen die Augen geöffnet. Der Blick ist noch trüb, aber in den nächsten Tagen und Wochen werden sie mit großem Interesse an den Geschehnissen in ihrer Umwelt teilnehmen. Die vegetative Phase der Entwicklung ist nun vorüber und nach einer Woche des Übergangs beginnt die Prägungsphase. Wie ein Fundament wird hier der Grundstein für eine Entwickung gelegt, die den Welpen auf ein Leben mit dem Menschen vorbereitet. Daher ist die Aufzucht im Haus mit ständigem Kontakt zu uns derart wichtig.
 


13.04.19


Die Welpen sind jetzt eine Woche alt und haben ihr Geburtsgewicht bereits verdoppelt. Amy kümmert sich auf der einen Seite fürsorglich um die Kleinen, hat aber auf der anderen Seite überhaupt keine Vorbehalte gegenüber den Menschen an der Wurfkiste. Die Zuchtwartin war überrascht über diese überaus freundliche und schmusige Hündin. Denn die Freundlichkeit gegenüber den Menschen wird sich auf die Welpen übertragen. Sie werden das Verhalten der Mutter übernehmen und ebenfalls keine Vorbehalte gegenüber Fremden haben, solange sie später keine schlechten Erfahrungen machen. Im Bild sind die Welpen zum Saubermachen der Wurfbox in einer Wäschewanne untergebracht und weder Amy noch die Kleinen stören sich daran.



12.04.2019

Für heute Nachmittag hat sich die Zuchtwartin zur Wurferstbesichtigung angemeldet. Zuchtwarte sind erfahrene und besonders ausgebildete Züchter im VDH und werden dem zu besichtigenden Wurf durch den jeweiligen VDH-Verein unabhängig von persönlichen Befindlichkeiten zugewiesen. Dazu müssen es nicht unbedingt Personen sein, die spezielle Erfahrungen in der Zucht des Lagotto Romagnolo haben. Unsere jetzt erstmals zugewiesene Zuchtwartin züchtet seit Jahrzehnten Teckel. Neben der Züchterberatung hat sie auch eine Kontrollfunktion und protokolliert, ob die Zuchtordnung des VDH eingehalten wird, dokumentiert den Gesundheitszustand von Hündin und Welpen und die hygienischen Verhältnisse der Zuchtstätte. Neben der Tierärztin ist sie in den ersten vier Wochen die einzige fremde Person, die mit den Welpen in Berührung kommt, da diese erst jetzt dabei sind, ein eigenes Immunsystem zu entwickeln.




10.04.2019

Es herrscht Ruhe in der Wurfkiste. Der im Hinblick auf das Gewicht außerordentlich homogene Wurf hat kräftig zugelegt und Amy als erfahrene Mutter erledigt routiniert ihr Tagesgeschäft. Jeden Abend gegen 19:30 Uhr wird gewogen und es ist beruhigend zu sehen, wie die Kleinen zulegen.

Weil sonst heute nichts Spannendes passiert ist, möchte ich im Hinblick auf die Frage nach unserem Zuchtziel dem C-Wurf folgendes Zitat widmen:

"Um (...) [zeitgemäße] Hundezucht erfolgreich zu gestalten, ist vor allem ein radikales Umdenken in Bezug auf die Zuchtziele notwendig. Die heutige Aufgabe des Züchters besteht nicht mehr in der Verbesserung der Rasse bezüglich ihres Aussehens oder ihrer Verhaltensweisen, sondern darin, rassetypische Merkmale zu erhalten und zwar bei Hunden mit hoher Vitalität und Fitness. (...) Die heutige Hundezucht muss eine Erhaltungszucht im besten Sinne des Wortes sein. Das ist durchaus kein langweiliges Zuchtziel. Im Gegenteil, dieses Bestreben wird züchterisches Können erheblich mehr fordern als dies je der Fall war." Dr. Helga Eichelberg in Hundezucht (2006: 59)

 


09.04.2019

Die Welpen entwickeln sich vom ersten Tag an. Das Heranwachsen bis zum erwachsenen Hund ist in verschiedene Prägungsphasen und später in Sozialisierungsphasen eingeteilt. Der Vorgang der Prägung ist unwiderruflich. Ist die Zeit verstrichen, kann die Prägung nicht nachgeholt werden. Der Welpe lernt bereits in der Wurfkiste verschiedene Gerüche kennen und später, wenn die Augen und Ohren geöffnet sind, auch die Geräusche und Gegenstände der menschlichen Umgebung. Und er lernt die Menschen kennen und stellt fest, daß sie ungefährlich für ihn sind. Moderaten Reizen in diesem Alter ausgesetzt, stärkt dies sein Selbstbewußsein und er verliert die natürliche Streßanfälligkeit. Diese Hunde sind später aufgeschlossen gegenüber allem Neuen und können mit neuen Reizen viel besser umgehen als Hunde, die im Welpenalter nichts kennengelernt haben. Unsere Welpen wachsen bis zur Abgabe direkt in der menschlichen Umgebung auf. Amy würde auch nicht tolerieren, irgendwo ausgesperrt allein mit den Welpen zu sein. So lernen die Kleinen schon früh das kennen, was bei den Zweibeinern normal ist. Die Handys klingeln, die Waschmaschine und der Trockner drehen sich im Nebenraum, im Radio wird Musik gespielt, in der Küche wird gekocht und Geschirr klappert, die Tierärztin kommt hin und wieder zur Kontrolle und zwei Menschen sitzen im Wechsel fast durchgängig an der Wurfkiste. Das Leben dreht sich in diesen neun Wochen ausschließlich um die Aufzucht. Und dies zahlt sich aus. Der Grundstein für einen psychisch stabilen Welpen wird hier und jetzt gelegt.



08.04.2019

Die ersten hektischen 48 h sind schon vorbei und Amy macht ihre Sache sehr gut. Vier Hündinnen und drei Rüden sind mehr, als wir angenommen hatten. Darüber freuen wir uns natürlich. Jetzt zählt ein sorgsamer Umgang und gute Pflege für Amy und die Welpen in einem sauberen Umfeld. In vier Wochen sind sie aus dem Gröbsten raus. Bis dahin soll sich Amy ungestört um die Kleinen kümmern. Danach freuen wir uns über Besuch. Denn diese Abwechsung gehört wie vieles andere zur Prägung und zum Erwachsenwerden dann dazu.